Den 2003 verstorbenen US-amerikanischen Film-Regisseur Russ Meyer verbindet man vor allem mit einem Topos: exorbitanten Oberweiten. So soll er niemals Darstellerinnen engagiert haben, deren Oberweite unter 120 Zentimeter betrug. Well…
"Hätte ich mich nicht so sehr für Titten interessiert, wäre aus mir vielleicht ein großer Filmemacher geworden", soll Meyer gesagt haben. Zu Unrecht. Dass er nicht nur sich windende Frauenkörper, sondern auch bizarre Geschichten großartig auf die Leinwand bringen konnte, zeigt sein Low-Budget-Klassiker "Faster Pussycat, Kill! Kill!" (1966). Mit 46.000 Dollar inszenierte Meyer in der Mojave-Wüste ein Kammerspiel der Gewalt, in dem sich für damalige Sexfilmchen-Verhältnisse immens selbstbewusste Frauen, von der Sonne hirnverbrannte Rednecks und gänzlich unschuldige Opfer so lange mit düsteren Blicken und bösartigen Dialogen drangsalieren, bis von den acht Darstellern am Ende nicht allzu viele übrig bleiben.
Sonntag, 17. Februar 2008, um 20 Uhr
Klammheimlicher Meyer-Bewunderer Roland G. wird im Rahmen der "Projektion" einen diskursiv-analytischen Rahmen schaffen. Und dann gibt’s Screening.